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Die manuelle Lymphdrainage


Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte, effektive und entspannende Massagetechnik, die von dem Dänen Dr. Emil Vodder begründet und später in den 60iger Jahren von dem deutschen Arzt Dr. Asdonk weiterentwickelt wurde.

Das Lymphsystem, bestehend aus Lymphgefässen und Lymphorganen, ist ein offenes, aus den Zellzwischenräumen hervorgehendes System von Gefässkanälchen, die sich zu immer kräftigeren Gefäßen zusammenschliessen, um dann in den Schlüsselbeingruben in den venösen Blutkreislauf einzumünden. Die optimale Funktion des Lymphsystems ist wichtig für die Immunabwehr, die Drainage und den Abtransport von interstitieller Flüssigkeit sowie den Transport von Nahrungsfetten aus dem Darm. Alles was bei der Rückresorption von Gewebsflüssigkeit die Kapazität der Venen übersteigt, übernimmt das Lymphsystem. Das sind ca. 2-3 Liter Lymphe täglich, die aus Wasser, emulgierten Fetten, Eiweissen, Elektrolyten, entarteten Zellen, körpereigenen Zellen, Krankheitserregern und "partikulären Substanzen" wie Staub, Teer, Toxinen etc. besteht.

Durch langsame, kreisförmige, rhythmische Grifftechniken wird sowohl eine Frequenzsteigerung der Lymphmotorik als auch eine tiefe Entspannung erzielt. Die manuelle Lymphdrainage findet u.a. Anwendung bei:

• Behandlung von Atemwegserkrankungen,
• Behandlung von Ödemen im Körper,
• Carpaltunnelsyndrom,
• Chronische Entzündungen wie Bronchitis,
  chronischer Schnupfen, Mandelent-
  zündungen, Sinusitis etc.,
• Hauterkrankungen,
• Immunstabilisierung,
• Kosmetische Behandlungen,
• Rheumatische Erkrankungen wie
  Gelenkrheumatismus,
  Schleimbeutelentzündungen,
  Sehnenscheidenentzündungen,
• Schmerzsyndromen.

Der Patient kann die Anregung des Lymphflusses durch die sanften Berührungen wie ein Strömen durch seinen Körper wahrnehmen. Auch führt die Behandlung oft zu einem vermehrten Harndrang, da die in Bewegung gebrachte Lymphe über die Niere ausgeschieden wird. Es ist radiologisch nachgewiesen, dass die Lymphgefäße nach einer Lymphdrainage noch 6-8 Stunden verstärkt arbeiten.